Content Creator – Aufgaben und Verdienst
Die wachsende Bedeutung und Wirksamkeit von Content-Marketing-Maßnahmen hat neue Berufsbilder wie den Content Creator hervorgebracht. Womit beschäftigt er sich, wie viel verdient er, welche Aufgaben übernimmt er und worin unterscheiden sich diese von den Tätigkeiten eines Copywriters oder Content Managers? In diesem Artikel beantworten wir all diese Fragen.
Was ist ein Content Creator?
Ein Content Creator ist eine Person, die Inhalte für Medien und verschiedene Marketingkanäle erstellt. Dazu können beispielsweise Broschüren, Newsletter, Websites, Videos, Social-Media-Posts oder Blogartikel gehören.
Im Unterschied zu einem Copywriter beschäftigt sich ein Content Creator nicht nur mit Worten, sondern mit allen weiteren Bestandteilen von Inhalten – etwa mit der Anordnung grafischer Elemente, der Erstellung von Infografiken, dem Schreiben von Drehbüchern, der Produktion von Kurzvideos und sogar dem Videoschnitt.
Natürlich muss jeder erstellte Inhalt genau zur jeweiligen Marke oder zum Unternehmen sowie zur Zielgruppe passen. Wichtig ist außerdem: Das Ziel der von einem Content Creator erstellten Inhalte ist Engagement und nicht der unmittelbare Verkauf.
Aufgaben eines Content Creators
Das Aufgabengebiet in dieser Position ist sehr breit und hängt letztlich von den Anforderungen des Arbeitgebers ab. In manchen Stellenausschreibungen werden Fähigkeiten in der Produktion von Videos, Instagram Stories, TikTok-Videos, Kurzvideos, Posts und Podcasts erwartet. In anderen Fällen beziehen sich die Aufgaben ausschließlich auf ein Medium, beispielsweise YouTube oder LinkedIn.
Am häufigsten findet man jedoch Stellenangebote für Digital Content Creator. Dabei werden Kenntnisse in der Erstellung von digitalem Content im weitesten Sinne verlangt – etwa von Animationen, Videos, Infografiken, Posts und Artikeln.
Zusammengefasst können zu den Aufgaben eines Content Creators gehören:
- Erstellung von Inhalten für Websites, Blogs, Newsletter, Broschüren oder Informationsmaterialien, einschließlich Schreiben, Bearbeiten, Veröffentlichen und Aktualisieren;
- SEO-Optimierung der erstellten Inhalte;
- Planung und Umsetzung eines Veröffentlichungsplans für Social-Media-Posts;
- Entwicklung eines einheitlichen visuellen Erscheinungsbilds für Posts;
- Erstellung und Verwaltung von Social-Media-Posts sowie Moderation von Kommentaren;
- Kontakt mit der Zielgruppe;
- Erstellung und Bearbeitung von Videos und Animationen sowie Hinzufügen von Untertiteln;
- Gestaltung von Infografiken, Diagrammen und Grafiken;
- Aufnahme und Bearbeitung von Fotos;
- Produktion von Podcasts, einschließlich Schnitt und Audiobearbeitung;
- Zusammenarbeit mit anderen Personen, die im Unternehmen für die Erstellung von Content zuständig sind, darunter Content Manager;
- Analyse von Daten zu den erstellten Inhalten, etwa aus Google Analytics oder Facebook Ads.
Content Creator und Content Manager
Nach der Lektüre dieser Aufgabenliste fragen Sie sich vielleicht, worin sich die Position des Content Creators von der eines Content Managers unterscheidet.
Der Content Manager entwickelt die Kommunikationsstrategie und sorgt für die passende Verbreitung der Inhalte in den jeweiligen Medien. Zu seinen Aufgaben gehört außerdem eine umfassende Analyse der Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen. Diese sind stets mit konkreten Marketingzielen verbunden, beispielsweise mit der Steigerung von Conversions.
Die Position des Content Creators ist dem Content Manager in der Regel untergeordnet. Ziel seiner Arbeit ist es, auf das jeweilige Medium zugeschnittene Botschaften zu erstellen, die für die Zielgruppe möglichst verständlich und interessant sind. Ein Content Creator muss daher nicht unbedingt entscheiden, was wo umgesetzt wird, sondern vor allem, wie es umgesetzt wird. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, den Botschaften die passende Form zu geben.
In manchen Stellenausschreibungen wird von Content Creators allerdings auch die Entwicklung von Strategien verlangt. Die Position ist noch relativ neu, und die Aufgabenbereiche entwickeln sich häufig erst. Grundsätzlich sollte die Strategieentwicklung jedoch nicht zu den Hauptaufgaben dieser Rolle gehören.
Die Kompetenzen von Content Managern und Content Creators ähneln sich stark – beide sollten sich mit Marketing und Datenanalyse auskennen und über aktuelle Trends informiert sein. Deshalb überschneiden sich ihre Aufgaben häufig. In vielen Unternehmen ist dieselbe Person für die Erstellung und Umsetzung der Kommunikation verantwortlich. Die wachsende Zahl an Medien und Marketingtools sowie der Wunsch nach einer professionelleren Arbeitsweise machen eine klare Aufteilung jedoch zunehmend sinnvoll.
Wo arbeiten Content Creators?
Die Berufsbezeichnung Content Creator findet sich vor allem in internationalen und englischsprachigen Stellenangeboten. Zunehmend suchen jedoch auch Unternehmen im deutschsprachigen Raum gezielt nach solchen Fachkräften.
Bei der Jobsuche lohnt es sich deshalb, auch auf Stellenbezeichnungen wie Copywriter, Content Specialist oder Content Writer zu achten. Häufig werden Content Creator unter diesen Bezeichnungen gesucht.
Arbeitsmöglichkeiten finden Content Creators unter anderem in Marketingagenturen, Content-Marketing-Agenturen, Digitalagenturen und größeren Unternehmen. Sie können außerdem erfolgreich freiberuflich arbeiten.
Wie viel verdient ein Content Creator?
Die Verdienstmöglichkeiten von Content Creators unterscheiden sich deutlich und hängen von den jeweiligen Aufgaben ab. Wie bereits erwähnt, können diese sehr unterschiedlich ausfallen. Als grobe Orientierung können Content Creators im deutschsprachigen Raum je nach Erfahrung, Spezialisierung und Arbeitsumfang mit etwa 2.800 bis 5.500 Euro brutto pro Monat rechnen. Mit größerer Erfahrung, gefragten Nischen oder zusätzlicher Verantwortung sind auch rund 6.000 Euro brutto monatlich oder mehr möglich. Dabei handelt es sich nur um ungefähre Richtwerte, die je nach Land, Unternehmen, Beschäftigungsform und Qualifikation variieren.
Wer sich vor allem auf das Schreiben konzentriert und sehr gute Fremdsprachenkenntnisse, etwa in Englisch, mitbringt, kann häufig ebenfalls höhere Honorare oder Gehälter erzielen. Für sprachlich anspruchsvolle internationale Projekte sind grob 3.500 bis 6.000 Euro brutto pro Monat möglich – abhängig von Erfahrung, Spezialisierung und Arbeitsvolumen.
Was müssen Sie können, um Content Creator zu werden?
Wer eine Tätigkeit als Content Creator anstrebt, sollte:
- über sehr gute sprachliche Fähigkeiten verfügen – unabhängig von der Art des erstellten Contents. Sprachliche Korrektheit bildet die Grundlage jeder Botschaft. Wichtig ist außerdem, Fehler zuverlässig erkennen zu können;
- über grundlegende Marketingkenntnisse verfügen – ein Content Creator sollte zentrale Marketingbegriffe wie Zielgruppe, SEO-Optimierung und Storytelling kennen. Andernfalls ist es schwierig, attraktive und ansprechende Inhalte zu erstellen;
- wichtige Informationen erkennen können – die Fähigkeit, die relevantesten und aussagekräftigsten Inhalte hervorzuheben, ist in diesem Beruf unverzichtbar;
- die Wirksamkeit der erstellten Inhalte analysieren können – es ist hilfreich, wenn Content Creators die Leistung ihrer Inhalte bewerten können. Nur so lassen sich diese gezielt verbessern;
- über aktuelle Trends informiert sein – besonders ansprechender Content greift aktuelle Themen auf. Deshalb sollten Content Creators wissen, was in der Welt passiert, und dies geschickt in ihre Inhalte einfließen lassen;
- Social Media verstehen – nicht nur Posts veröffentlichen, sondern auch wissen, was funktioniert, welche Inhalte von Algorithmen bevorzugt werden und wie sich Zielgruppen erreichen lassen;
- Programme und Apps für die Erstellung und Bearbeitung verschiedener Content-Formate kennen – Content ist ein sehr weit gefasster Begriff. Dank moderner Technologie ist es jedoch durchaus möglich, mehrere Formate selbst zu erstellen, wenn man sich mit einigen geeigneten Anwendungen vertraut macht.
*Natürlich müssen Sie nicht alles beherrschen, um Content Creator zu werden. Es ist jedoch sinnvoll, die Grundlagen der Erstellung verschiedener Content-Arten zu kennen. So können Sie Mitarbeitenden, etwa Animatoren, Grafikdesignern oder Editoren, konkretes Feedback zu Verbesserungen geben.
Content Creator – lohnt sich der Beruf?
Die Arbeit als Content Creator erfordert zahlreiche Fähigkeiten und Erfahrung in der Branche. Trotzdem kann sie zweifellos eine interessante und wertvolle berufliche Erfahrung sein. Im Folgenden stellen wir einige Gründe vor, die für diesen Karriereweg sprechen.
Flexibilität
Content Creators können häufig von zu Hause aus arbeiten und benötigen dafür meist nur einen Laptop oder ein Smartphone – sofern sie nicht beispielsweise spezielle Lampen für Videoaufnahmen brauchen. Das ermöglicht eine flexible Gestaltung des Arbeitsalltags und lässt sich gut mit anderen Aktivitäten verbinden.
Manchmal erfordert der Beruf auch die Teilnahme an Veranstaltungen oder Konferenzen. Das bietet eine willkommene Abwechslung zur Remote-Arbeit und ermöglicht wertvolle Erfahrungen.
Unabhängigkeit
Wenn Sie sich für die freiberufliche Tätigkeit entscheiden, bietet Ihnen die Arbeit als Content Creator ein hohes Maß an Unabhängigkeit. Sie können selbst auswählen, welche Projekte Sie annehmen und welchen Preis Sie Ihren Kunden anbieten. Umfang und Art der Aufträge bestimmen Sie daher weitgehend selbst.
Internationalität
Wenn Sie Ihre Tätigkeit als Content Creator mit dem Erlernen von Fremdsprachen verbinden, können Sie mit Unternehmen aus aller Welt zusammenarbeiten. Der internationale Markt entwickelt sich dynamisch. Ob Sie sich dort weiterentwickeln möchten, liegt ganz bei Ihnen.
Wachsende Nachfrage
Heutzutage benötigt jedes wachsende Unternehmen Fachkräfte für Content, die wertvolle Inhalte liefern. Sie können daher damit rechnen, dass Ihre Leistungen auf dem Markt gefragt sind.
Zusammenfassung
- Ein Content Creator erstellt Inhalte für verschiedene Medien und Marketingkanäle.
- Die Aufgaben von Content Creators sind sehr vielfältig und hängen von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens ab. Sie können verschiedene Content-Arten oder nur ein Format für unterschiedliche Medien erstellen.
- Content Creator ist ein vergleichsweise neuer Beruf. Deshalb wird die Position in Stellenanzeigen häufig unter anderen Bezeichnungen ausgeschrieben.
- Wer Content Creator werden möchte, sollte über sehr gute sprachliche Fähigkeiten sowie grundlegende Kenntnisse in Grafik und Marketing verfügen, insbesondere in SEO und Storytelling.
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